Warum Ligurien?
Ligurien ist der schmale Küstenstreifen im Nordwesten Italiens, eingeklemmt zwischen den Alpen und dem Mittelmeer. Die Region ist nur 30 bis 40 Kilometer breit, aber dafür 350 Kilometer lang. Das Ergebnis: eine dramatische Landschaft, in der die Berge fast senkrecht ins Meer fallen, mit Terrassengärten, Olivenhainen und bunten Dörfern, die an den Steilhängen kleben. Das Klima ist das mildeste in Norditalien. Selbst im Winter fallen die Temperaturen selten unter 10 Grad, und die Saison für Wanderungen und Küstenausflüge beginnt schon im März.
Die Küste östlich von Genua heißt Riviera di Levante, also die Küste des Sonnenaufgangs. Hier liegen die bekanntesten Orte Liguriens: Portofino, Santa Margherita Ligure, Rapallo, die Cinque Terre. Aber auch die Orte dazwischen, die es nicht auf die Postkarten geschafft haben, sind oft die schöneren Urlaubsziele. Weniger Massen, niedrigere Preise, mehr Authentizität.
Die Orte der Riviera di Levante
Ferienwohnung mit Meerblick in Ligurien
Die Topografie Liguriens ist ein Vorteil für Ferienwohnungen: Weil die Hänge steil sind, hat man schon wenige hundert Meter oberhalb der Küste einen freien Blick über das offene Meer. Viele der besten Ferienwohnungen liegen nicht direkt am Strand, sondern in den Ortsteilen auf den Hügeln. Dort hat man mehr Platz, mehr Ruhe, oft Gärten und Terrassen, und die Meerblicke sind spektakulärer als unten an der Küste.
Die Preise variieren stark nach Ort und Saison. In der Hochsaison (Juli und August) zahlt man für eine ordentliche Ferienwohnung mit Meerblick zwischen 120 und 250 Euro pro Nacht. In der Nebensaison (April bis Juni, September bis Oktober) sind die Preise deutlich niedriger, das Wetter aber oft genauso gut. Das Frühjahr ist besonders schön, wenn die Hänge in voller Blüte stehen.
Die häufigste Beschwerde in Bewertungen ligurischer Ferienwohnungen betrifft das Parken. Viele Unterkünfte haben keinen eigenen Stellplatz, und öffentliches Parken kostet im Sommer 2 bis 4 Euro pro Stunde. Wer mit dem Auto kommt, sollte bei der Buchung explizit nach privatem Parkplatz fragen. Das kann den Urlaub wesentlich entspannter machen.
Beste Reisezeit für Ligurien
Die klassische Badesaison läuft von Juni bis September, mit Wassertemperaturen zwischen 22 und 26 Grad. Juli und August sind allerdings sehr voll und teuer. Die schönste Reisezeit für einen entspannten Urlaub ist das Frühjahr (April bis Juni) und der Frühherbst (September bis Mitte Oktober). Die Temperaturen liegen dann bei angenehmen 18 bis 25 Grad, die Orte sind nicht überfüllt, und die Preise für Unterkünfte sind deutlich niedriger.
Für Wanderungen ist der Frühling ideal: Die Wege sind noch grün, die Luft klar, und in den höheren Lagen blühen Wildblumen. Im Herbst lockt die Olivenernte, und viele Orte feiern Sagre, traditionelle Dorffeste rund um lokale Spezialitäten.
Anreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Ligurien ist aus dem deutschsprachigen Raum gut erreichbar. Mit dem Auto dauert die Fahrt ab München circa 7 bis 8 Stunden, ab Zürich etwa 5 bis 6 Stunden, ab Hamburg rund 13 Stunden. Der nächste Flughafen ist Genua (GOA), alternativ Mailand Malpensa (MXP) mit besserer Fluganbindung. Entlang der Küste verkehren regelmäßig Regionalzüge, sodass man vor Ort kein Auto braucht, wenn man eine Unterkunft in Bahnhofsnähe wählt.
Über die A96 nach Lindau, die mautfreie A14 durch Vorarlberg und das Schweizer Rheintal bis Chur, dann über den San-Bernardino-Pass nach Italien. Diese Strecke vermeidet die Schweizer Vignette und die österreichische Maut komplett. Mehr zur Anreise
FAQ: Ligurien Urlaub an der Riviera di Levante
Sehr beliebt sind Rapallo, Zoagli, Camogli, Sestri Levante und die Cinque Terre. Zoagli ist dabei eine ruhige Basis mit schneller Anbindung an die größeren Orte.
Für Badeurlaub sind Juni bis September ideal. Für entspannten Urlaub mit Wandern, Ausflügen und weniger Andrang eignen sich April bis Juni sowie September bis Oktober besonders gut.
Nicht zwingend. Viele Orte haben Bahnhöfe und sind sehr gut vernetzt. Ein Auto hilft bei flexiblen Ausflügen in die Hügelorte, ist für klassische Küstenrouten aber nicht notwendig.
Sehr gute Meerblicke bieten häufig Unterkünfte in Hanglage über der Küste, zum Beispiel in Zoagli Sant'Ambrogio. Dort hat man oft mehr Ruhe, Terrasse und bessere Aussicht als direkt an der Uferstraße.